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Gestalten | Stadt und Alltag

Alles in Reichweite

Hessens Städte am 15-Minuten-Ideal

Was haben Neu-Isenburg und Viernheim (an der Bergstraße) mit Frankfurt, Offenbach und Darmstadt gemein? Für Hessen ist in allen fünf Städten die Wahrscheinlichkeit am höchsten, innerhalb einer Viertelstunde ein Kino, eine Ärztin oder einen Lebensmittelladen zu erreichen. In allen fünf Städten liegt die Wahrscheinlichkeit bei mindestens 80 Prozent. Zum Vergleich: In Büdingen und Stadtallendorf am anderen Ende der Skala liegt die Wahrscheinlichkeit bei nicht einmal 50 Prozent. Diese Werte ermittelte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in einer bundesweiten Studie. Die durchschnittlichen Wege zu Bäcker, Bus oder Bolzplatz liegen dabei in Frankfurt sogar bei nur sechs Minuten. In Büdingen sind es dagegen knapp 20 Minuten. 

Die 15-Minuten-Stadt – Sie ist für viele Stadtplaner*innen heute das Ideal, um in den Städten eine hohe Lebensqualität zu sichern. 24 Alltagsziele wurden dafür festgelegt und in umfangreichen Messstudien untersucht. Das Fortbewegungsmittel der Wahl müssen dabei die eigenen Füße oder das Fahrrad sein. Städte wie Frankfurt schneiden dabei besonders gut ab. Zum einen, da sie als Großstädte ohnehin alle gesuchten Ziele wie Kitas oder Kindergärten im Stadtgebiet haben. Zum anderen in diesem Falle, da Frankfurt ohnehin eine Ansammlung kleiner Dörfer wie Bornheim, Nordend oder Bockenheim mit jeweils einer eigenen fast kompletten Infrastruktur zu sein scheint. In der jüngeren Vergangenheit sind aber auch größere Städte mit dem Hang zu reinen Wohnvierteln oftmals weggekommen von dem früher fast selbstverständlichen Ideal. Städte wie Paris hingegen haben die Idee längst wieder zum Ideal erhoben. Verantwortlich dafür sind die heutige Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der Sorbonne-Professor Carlos Moreno, der 2016 der »Erfinder« dieser Idee war. Deutschland ist laut Studie auf einem sehr guten Weg dorthin. Selbst mittlere Städte wie eben Neu-Isenburg oder Viernheim haben hier eine gute Infrastruktur. Das Beispiel Büdingen zeigt aber auch, welche Städte größere Probleme mit den weiteren Wegen haben. Es sind meist solche Städte, die durch Gebietsreformen und Zusammenlegungen entstanden sind und dadurch oft viel freie Fläche zwischen ihren Ortsteilen haben. Ein Problem, das man in Frankfurt nicht kennt: Dort wissen viele Bewohner*innen oft nicht, wo Bornheim aufhört und das Nordend anfängt … (sfo.).

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Infos:

Die Studie: Die Stadt der Viertelstunde (Link) | Die Reihe: Gestalten beleuchtet Themen, wie urbanes Leben besser gestaltet und besser miteinander gestaltet werden kann | Die Reihe entsteht in Kooperation mit der Kampagne World Design Capital Frankfurt Rhein Main 2026 (Link)

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